Sanierungstagebuch

Hier finden Sie aktuelle Stände zum Fortschritt der Sanierung des Bad Salzunger Gradierwerkensembles.

Zum Ensemble zählen die beiden Gradierwerke mit den jeweiligen Brunneninhalationen, der Mittelbau mit Gastronomie und Sanitär-Anlagen sowie die Einzel-Inhalation.

Projekte in dieser Größenordnung erfordern eine akribische Vorbereitung und europaweite Ausschreibungen.

Das Gradierwerk ist zudem ein technisches Denkmal, weshalb auch Denkmalschutz-Aspekte zu beachten sind.

In dieser Tabelle haben wir für Sie Vorbereitungsschritte und Zwischenstände chronologischen aufgeführt.

Anfang 2016 bis 2017

Der Zustand jedes einzelnen Balkens des Gradierwerkes wurde überprüft und erfasst.

Juni 2017

Die TAB ist die Thüringer Aufbaubank. Sie fördert seit 1992 die Entwicklung Thüringens in unterschiedlichsten Bereichen wie Wirtschaft, Umwelt, Landwirtschaft, Tourismus, Wohnen, Forschung und Kommunen.

September 2017

Auf Schautafeln, welche sich derzeit in den Wandelgängen befinden, wird der Zustand des Gradierwerkes dokumentiert und der Bevölkerung aufgezeigt.

2017/2018

Wenn ein Bauauftrag den Schwellenwert von 5,548 Mio Euro überschreitet, muss dieser lt. Europäischem Gemeinschaftsrecht, europaweit ausgeschrieben werden.

2018

Das Gradierwerk ist ein technisches Denkmal und unterliegt deshalb strengen Auflagen des Denkmalschutzes. Jede Veränderung muss mit der Denkmalbehörde angefragt werden.

Alle Bauvorhaben bestehen aus neun Bauphasen:

1. Grundlagenermittlung
2. Vorplanung
3. Entwurfsplanung
4. Genehmigungsplanung

2019

5. Ausführungsplanung
6. Vorbereitung der Vergabe
7. Mitwirkung bei der Vergabe
8. Objektüberwachung
9. Objektbetreuung und Dokumentation

April 2020

Zusage, dass erste Maßnahmen, wie Ausschreibungen, bereits vor dem Erhalt des Fördermittelbescheides begonnen werden können.

Oktober/November 2020 (finale Vorbereitungen)

Erste Ausschreibungen für die Sanierung in Form der „E-Vergabe“ (online) beginnen.

Dezember 2020

Am 2. Dezember 2020 ist der offizielle Sanierungsstart. Baustelleneinrichtung und Rückbau beginnen.

Januar und Februar 2021

Die Holzkonstruktionen beider Gradierwände sind weitestgehend zurückgebaut. Nur Teile der östlichen Brunnen-Inhalation stehen noch. Zuvor wurden die Dacheindeckungen, Elektroanlagen und Haustechnik entfernt. Auch die historischen Brunnen wurden fachmännisch ausgebaut und zur Restaurierung vorbereitet.

Gegenwärtig werden die Unterkonstruktionen der Wände, bestehend aus Wannen und Fundamenten, entnommen. Mittels Baggermeißel wird hierfür die Betonwanne der Westwand zerkleinert. Alle alten Baumaterialien werden von Baggern vorsortiert, im Schredder minimiert und im Anschluss von LKW zur Entsorgung gebracht.

März und April 2021

Anfang März hat ein Spezial-Schredder auch den alten Beton zerkleinert. Mit dem Verschwinden der Wände beginnt eine wichtige Bauphase, welche entscheidend für die Standsicherheit der Wände ist. Die Gründungsarbeiten werden vorbereitet. Es folgen Probegründungen an jeder Wand, welche Aufschlüsse für die Umsetzungen über die gesamten Flächen geben sollen. Nach deren Auswertungen beginnen die Gründungsarbeiten zuerst an der Westwand. Ende März ist hier der erste 80-Meter-Betonstreifen sichtbar. Er wurde in vier Abschnitten vor Ort gegossen und bildet künftig den Untergrund der Solewanne. Im Mittelbau werden parallel die Gastronomie-, Sanitär- und Inhalationsbereiche entkernt. Mitte April nimmt die Solewanne der Westwand bereits Form an.

Mai 2021

Anfang Mai ist der Beton-Guss der Westwand-Wanne fertig. Richtung Puschkin-Park ist ein weiterer Magerbeton-Streifen entlang der Wanne entstanden. Hierauf werden die ersten Einzel-Fundamente in Reih und Glied platziert. Die Einzel-Fundamente wurden zuvor vor Ort in Schalungsformen gegossen, in denen sich bereits ein Stahlgitter befand. Nach dem Aushärten werden sie nach und nach auf den neuen Streifen gehoben.

Die Solewanne wird an Betonier-Abschnitten abgedichtet. Dank spezieller Eigenschaften und guter Stahl-Bewehrung kann ihr Beton Chloriden ausreichend Widerstand bieten und die Bauwerkslasten sicher in den Baugrund übertragen.

Nun rückt auch die Ostwand in den Sanierungsfokus. Die Auswertung der Probegründung an der Ostwand ist erfolgt. Jetzt werden die Anschlusspunkte an andere Gebäude ergründet. Anders als an der Westwand befinden sich im Erdreich der Ostwand 200 Eichenpfähle. Diese müssen vorbereitend für die Gründung von oben eingekürzt werden. Auch auf den Flächen der beiden Brunnenhäuser sind mittlerweile Betonstreifen und Einzel-Fundamente zu sehen.

Juni 2021

Anfang Juni wird an der Gründung der Ostwand gearbeitet. Anders als an der Westwand, passiert dies schrittweise über die Gesamtfläche. Abschnitt für Abschnitt werden alten Eichenholz-Stützpfeiler im Erdreich freigelegt und von oben 90 Zentimeter eingekürzt. Dann folgen erst die Gründungsschichten.

An der Westwand werden die letzten Einzel-Fundamente auf der Gartenseite aufgestellt. Ende Juni beginnt die Holzbaufirma mit der Baustelleneinrichtung, misst Achsen und Höhne auf dem Beton ein und setzt anhand der Messungen erste Anker auf der Wanne und den ersten Einzel-Fundamenten.

Im Mittelbau werden die Gemäuer der Sanitär- und Gastro-Anbauten fertiggestellt. Im Keller arbeiten Klempner an der neuen Heizungs- und Lüftungsanlage.

Zusammenfassung

Derzeit läuft das Vergabeverfahren für die ausführenden Gewerke. Momentan wird auf den Fördermittelbescheid gewartet. Vorab wurde durch das Thüringer Landesverwaltungsamt die „Zustimmung zum förderunschädlichen Vorhabenbeginn“ erteilt. Somit wurde jetzt, noch vor dem Erhalt des Fördermittelbescheids, mit den grundsätzlich europaweiten Ausschreibungen begonnen. Erste Ausschreibungen sind vergeben, so dass die Umsetzungsphase Ende 2020 beginnen konnte.

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